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Sprossen und Microgreens: So ziehst du dir dein eigenes Superfood


Die lange, dunkle, graue Zeit hat endlich ein Ende gefunden - der Frühling ist da! Die Bäume und Blumen beginnen wieder zu blühen, die Pflänzchen sprießen, die Auswahl an regionalem Gemüse wird immer größer. Bis wir allerdings unsere eigene Ernte vom Balkon oder Garten einbringen können, dauert es noch ein bisschen. Wer in der Zwischenzeit aber nicht auf selbtgezogene Vitamine verzichten möchte, kann sich ja am Superfood Sprossen probieren.

Das kann das Superfood

Sprossen in allen möglichen Farben und Größen sind derzeit in aller Munde, metaphorisch als auch wörtlich. Sprossen sind nämlich richtige Kraftpakete: Sie enthalten die Vitamine A, C, E und den B-Komplex, Calcium, pflanzliche Eiweiße, Eisen, Magnesium, Zink. Die Liste könnte noch viel länger so weitergehen. Die Bezeichnung Superfood kommt also nicht von irgendwoher.

Sprossen gibts ungefähr so viele verschiedene wie es verschiedene Gemüsesorten gibt. Bestimmt hat jede:r schon einmal ein Butterbrot mit Kresse genießen dürfen — tadaa, Kresse war schon ein Superfood, bevor es trendy war. Brokkoli, Kichererbsen, Mais, Quinoa, Radieschen, Sojabohnen: Das alles gibts auch in Sprossenform. Brokkolisprossen haben zum Beispiel einen beachtlich hohen Anteil an Sulforaphan, nämlich ca. fünfzig mal so viel wie normaler Brokkoli. Für mich ist das besonders schön, denn ich mag Brokkoli nicht gerade sehr. Ja, auch Veganer:innen sind bei Gemüse heikel, und das ist auch ok so. Denn es gibt ja Sprossen!

Etwas ungewohnt klingt es vielleicht, Weizen, Gerste, Hafer oder Kürbissamen als Sprossen zu ziehen. Ist aber genauso möglich wie Kresse oder Radieschen. Prinzipiell eignen sich viele Kreuzblütler, Getreidesorten, Hülsenfrüchte und auch viele Kräuter in ihrem Sprossenstadium als Superfood. Sprossen sind nämlich nichts anderes als die jungen Austriebe der oben genannten Pflanzen.

Sprossen ziehen Zuhause

Sprossen ziehen geht wirklich im Handumdrehen. Alles, was du dafür brauchst, ist ein passender Keimbehälter, Sprossensamen und Wasser. Und ein paar Tage Geduld.

Samen bekommst du natürlich im Internet, zum Beispiel hier, aber auch in den meisten Gärtnereien und Pflanzenfachgeschäften, manchmal hast du vielleicht sogar in deinem Bio-Laden oder Supermarkt Glück. Am besten probierst du dich einfach durch jene Sorten, die dich am ehesten interessieren. Am Butterbrot oder als Salattopping schmeckt alles genial. Falls du dir über einen Nährstoffmangel bewusst bist, kannst du dich natürlich im Vorhinein über die Nährstoffwerte gewisser Sorten informieren und deine Auswahl deinen Bedürfnissen anpassen. Wichtig ist allerdings, dass du nicht normale Pflanzensamen kaufst, sondern wirklich jene für die Sprossenzucht.

Keimbehälter gibt es ebenso wie die Samen in allen möglichen Formen und Materialien. Zum Beispiel gibt es praktische Schraubgläser mit Sieblöchern im Deckel, sogenannte Sprossentürme oder Kresseschalen aus Plastik, oder man macht das ganze einfach mit den Sachen, die man zuhause hat. Dafür brauchst du einfach nur Schraubgläser, in deren Deckel du Löcher bohrst oder einfach statt dem Deckel ein sauberes Stück Stoff über die Öffnung spannst, am besten funktioniert hier ein feinmaschiges Tuch, wie unsere Passiertücher.

Und so geht's:

Pro Etage wird der Sprossenturm mit 2 EL Sprossensamen gefüllt. Damit die Sprossen besser keimen, kannst du sie vorher ein paar Stunden in Wasser einlegen, es klappt aber auch super ohne. Anschließend gießt du in die oberste Etage sauberes, lauwarmes Wasser. Das Wasser verteilt sich dann durch die Abflüsse in alle Etagen und sammelt sich im untersten Auffangbehälter. Dieses Wasser wird dann ausgeleert und das ganze Prozedere mindestens zweimal am Tag wiederholt. Eure Sprossen sollten an einem hellen und warmen Ort ohne direktem Sonnenlicht stehen. Bereits nach wenigen Stunden platzen die ersten Samen auf.

Ziehst du deine Sprossen in Keimgläsern, funktioniert das ganze genau gleich. Die Samen werden erst im Wasser aufgeweicht, und dann zweimal am Tag im Glas gespült. Die Samen sollten nie im Wasser schwimmen, sondern nur feucht sein!

Sobald die ersten Sämlinge sichtbar sind, solltet ihr die Box immer einen Spalt zum Lüften offen lassen um Schimmel und Fäule vorzubeugen. Die meisten Sprossen sind nach drei bis fünf Tagen bereit für ihre Berufung als Butterbrot- oder Salattopping. Einige Sorten, wie Leinsamen oder Weizen, haben einen nussigen bis süßen Geschmack und machen auch zum Müsli eine gute Figur.

Bei uns steht eigentlich immer ein Glas Sprossen in der Anzucht. Klare Favourites: der Klassiker Kresse, Radieschen-Sprossen, oder einfach mit dem Mix überraschen lassen.

Hast du schon mal Sprossen gezogen? Welche magst du am liebsten?


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