4 Gründe, warum du den Veganuary ausprobieren solltest


Ein veganer Lebensstil ist schon längst keine Trenderscheinung mehr. Unzählige Studien belegen die vielen Vorteile, die ein Verzicht auf tierische Produkte mit sich bringt. Jedoch ist aller Anfang schwer, gerade zu Beginn kann es frustrierend sein, vegan zu leben.

Bereits seit Jahren gibt es den Veganuary, eine Community-Challenge, bei der es darum geht, den gesamten Jänner vegan zu leben. Gerade mit dem Jahreswechsel und vielen Neujahrsvorsätzen kommt die Challenge wie gerufen, um gemeinsam mal Neues auzuprobieren. Du bist noch unentschlossen oder skeptisch? Hier ein paar Gründe, wieso ein veganer Lebensstil die richtige Entscheidung ist:

- für die Tiere -

Allen voran: Wenn du dich vegan ernährst, setzt du ein Zeichen gegen die Ausbeutung von Tieren. Mythen wie "Eine Kuh muss sowieso gemolken werden" und "Das Huhn legt ja so oder so ein Ei" halten sich leider noch immer sehr hartnäckig in den Glaubenssätzen der Gesellschaft. Leider gibt eine Kuh nicht "einfach so" Milch, denn wie jedes andere Säugetier (wie auch der Mensch). produziert eine Kuh nur Milch, wenn sie ein Kalb hat. Deshalb werden Kühe in der Milchindustrie quasi dauerhaft geschwängert und ihnen anschließend die Kälber weggenommen. Männliche Kälber sind in der Milchindustrie nicht von Nutzen, weshalb sie meist sehr bald auf der Schlachtbank landen.

Die natürliche Lebensdauer einer Kuh beträgt etwa 25 Jahre, im Milchbetrieb lebt die Kuh oft nicht mal ein Viertel so lang. Dasselbe gilt auch führ Hühner - nach rund einem Jahr im Legebetrieb landen auch sie auf der Schlachtbank, obwohl sie gut 7 Jahre alt werden können.

- für deine Gesundheit -

Aber es gibt noch viele weitere Gründe, die für einen veganen Lebensstil sprechen. Wer sich ausgewogen ernährt, eventuell fehlende Nährstoffe supplementiert (das gilt übrigens nicht nur für Veganer:innen!) und sich nicht ausschließlich von Ersatzprodukten ernährt, tut seiner Gesundheit einen großen Gefallen. Verschiedene Studien belegen, dass eine vegane Ernährung nicht nur für alle Altersgruppen geeignet ist, sondern auch niedrigere Blutdruck- und Cholesterinwerte sowie eine geringere Wahrscheinlichkeit für Herzkrankheiten, Diabetes Typ 2 sowie einige Krebsarten darauf zurückzuführen sind.

Es ist also absolut möglich - und auch gar nicht schwer - sich ausgewogen vegan zu ernähren. Inspiration für gesunde, vegane Rezeptideen findest du zum Beispiel bei @fitgreenmind auf Instagram oder bei Rainbow Plant Life auf YouTube.

- für die Umwelt -

Ein unglaublich wichtiger Faktor - und auch mein Beweggrund, vegan zu werden - ist der Einfluss verschiedener Ernährungsformen auf die Umwelt. Wusstest du zum Beispiel, dass sich die Weltbevölkerung seit den 1960er Jahren verdoppelt hat - die globale Fleischproduktion jedoch um das Vierfache angestiegen ist? Um diese Menge an Tieren zu versorgen (bis sie frühzeitig geschlachtet werden) sind ganz schön viele Ressourcen notwendig.

Für die Produktion von 1 kg Rindfleisch werden rund 15.000 Liter Wasser benötigt. Im Vergleich dazu: 1 Kilogramm Tomaten benötigt nur 180 L Wasser. Aber auch die benötigte Anbaufläche für das Futter der Nutztiere wird immer größer - was wiederum für die Rodung vieler intakter Wälder verantwortlich ist.

Die Landwirtschaft bzw. vor allem die Nutztierhaltung ist auch der größte Wasserverschmutzer: Die Exkremente der Tiere landen im Grundwasser, in unseren Flüssen und Gewässern, das hat erhebliche Auswirkungen auf die darin und davon lebenden Tiere. Außerdem ist es längst wissenschaftlich bewiesen, dass das von Kühen ausgestoßene Methan maßgeblich zur Erderwärmung beiträgt.

Die Umwelt hat also nicht wirklich einen Nutzen davon, dass der Mensch Fleisch und tierische Produkte isst - das Gegenteil ist der Fall.

- für die Menschen -

Die letzten Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Messgeschichte. Wetterextreme wie lang anhaltende Trockenheit, starke Regenfälle, die zu Überschwemmungen führen, werden immer häufiger. Teile der Welt sind bereits oder werden in den nächsten Jahren unbewohnbar. Ein Umstieg auf einen veganen Lebensstil hat nachweislich Einflüsse auf die Erderwärmung und zusammenhängend auch auf diese Wetterereignisse.

Aber nicht nur in diesem Aspekt kann die vegane Ernährung der Menschheit helfen. Denn wie bereits erwähnt, werden für vegane Produkte (aka Pflanzen) viel weniger Ressourcen benötigt als für Fleisch. Die vegane Ernährung kann daher helfen, den Hunger auf der Welt zu bekämpfen. Wie das? Futtermittel für die Tiere werden zum Großteil importiert, angebaut werden sie in jenen Regionen der Welt, in denen Menschen an Hunger leiden, ihre Anbauflächen jedoch der Tierindustrie opfern müssen.

Aus welchem Grund auch immer du dich entscheidest, dieses Jahr beim Veganuary mitzumachen: Danke, dass auch du einen Beitrag leistest! Die Tiere, die Umwelt, dein Körper und die Menschheit werden es dir danken. Du schaffst das!

 

Quelle: The Vegan Society


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